FactQ
Das Schweizer Smalltalk-Dashboard
Immobilien Research der Zürcher Kantonalbank

Der goldene Käfig

Warum Schweizer Mieter sitzenbleiben – und weshalb sich das sogar für Nachmieter lohnt.

21 %Verweilbonus CH
33 %Stadt Zürich
58 %Genf, Aufschlag
an Nachmieter
01 · Verweilbonus

Das Schweizer Mietphänomen

Wer lange in derselben Wohnung bleibt, zahlt deutlich weniger als bei einer Neuvermietung. Diese Differenz zwischen Bestandes- und Angebotsmiete nennt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) den «Verweilbonus».

Treue beim Wohnen zahlt sich bei uns buchstäblich aus.
02 · +50 %

Schweizweit auf 21 % gestiegen

Bestandsmieterinnen und -mieter zahlen im Schnitt 21 % weniger, als eine vergleichbare Wohnung angeboten wird. Vor drei Jahren waren es 14 %.

03 · Regionen

Zürich über dem Schnitt, Genf an der Spitze

In der Stadt Zürich liegt die Angebotsmiete durchschnittlich rund ein Drittel über dem Bestand. In Genf im Schnitt 58 %.

In Genf kostet dieselbe Wohnung neu 58 % mehr. Bleiben ist das neue Sparen.
04 · Anreiz

Willkommen im goldenen Käfig

Der gestiegene Verweilbonus setzt Anreize, trotz veränderter Lebenssituation zu bleiben – ein Umzug bedeutet den Verlust der preislich kaum schlagbaren vier Wände.

05 · Nachmieter

Auch Nachmieter profitieren

Der Verweilbonus verschwindet beim Mieterwechsel nicht vollständig: über zwei Drittel werden an die neuen Mietenden weitergegeben.

Wer von einem Langzeitmieter übernimmt, erbt einen Teil des Verweilbonus.
06 · Netzwerk

Das Geheimnis liegt im Netzwerk

Günstige Angebote finden sich selten auf Plattformen, sondern über persönliche Netzwerke. Der Inseratemarkt zeigt nicht den ganzen Mietmarkt.

Die beste Wohnung finden Sie nicht im Internet, sondern beim Apéro.
07 · Hochhäuser

Comeback der Hochhäuser

In Zürich erleben Hochhäuser ein bemerkenswertes Revival. Was einst als preisgünstiges Notprogramm begann, gilt heute als Symbol gehobener, verdichteter Stadtentwicklung.

08 · Premium

Hoch wohnen heisst Premium wohnen

Ab durchschnittlich sieben Stockwerken sind neue Hochhäuser eher Premium-Wohnform – weniger, dafür grössere Räume, eher für Singles und Doppelverdiener.

Je höher die Wohnung, desto grösser die Zimmer – und desto seltener die Kinder.
09 · Verdichtung

Verdichtung mit Zielkonflikt

Ersatzneubauten bieten auf der Parzelle 63 % mehr Personen Wohnraum – stehen aber im Spannungsfeld mit dem Mieterschutz. Nach Leerkündigungen steigt der Flächenverbrauch pro Kopf.

10 · Eigenheime

Teurer trotz Abkühlung

Trotz leichter Abkühlung erwartet das Immobilien Research der ZKB weiterhin steigende Eigenheimpreise im Kanton Zürich.

Der Markt bremst – aber bergab geht es trotzdem nicht.
Quelle: Zürcher Kantonalbank, «Immobilien aktuell» 01/26, Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research.
Klug ist, wer Sonntag liest. — FactQ