Wer lang in derselben Wohnung bleibt, zahlt deutlich weniger als bei einer Neuvermietung – schweizweit, aber besonders stark in Zürich und Genf.
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat in ihrer Studie «Immobilien aktuell» 01/26 den sogenannten Verweilbonus untersucht: die Differenz zwischen der Bestandes- und der Angebotsmiete. Wer eine Wohnung neu mietet, zahlt heute im Schweizer Schnitt 21 % mehr als jemand, der schon lange in derselben Wohnung lebt. Vor drei Jahren lag dieser Wert noch bei 14 %.
Der Verweilbonus ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In der Stadt Zürich liegt die Angebotsmiete durchschnittlich rund ein Drittel über dem Bestand. In Genf im Schnitt 58 %. Wer umzieht, verliert damit einen erheblichen Preisvorteil – der goldene Käfig lässt grüssen.
Interessant: Der Verweilbonus verschwindet beim Mieterwechsel nicht vollständig. Über zwei Drittel davon werden an die neuen Mietenden weitergegeben – wer von einem Langzeitmieter übernimmt, erbt also einen Teil des Preisvorteils.